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Grab-Blockade
Als 1751 Herr Pastor Rodemann aus Berkenthin die Vertretung bei der Beerdigung des Hufners Asmus Bentin aus Siebenbäumen übernimmt, kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Ahrensfelder Bauernschaft. Auf Geheiß des Ahrensfelder Bauervogtes, hatten einige Ahrensfelder das schon ausgehobene Grab kurz vor der Beisetzung wieder zugeworfen. Von Ahrensfelder Seite bestand die Ansicht, dass diese Stelle auf dem Friedhof ausschließlich Ahrensfeldern vorbehalten sei. Um den Streit beizulegen, wurde der Steinhorster Amtmann bemüht, der dann den Friedhof in Parzellen für jede Dorfschaft unterteilte. [2]
1799 Abgrenzung der Anteile
Jedes eingepfarrte Dorf besaß nun zwar seinen eigenen Anteil an der Kirchhofsmauer, und zwar dort, wo seinen Toten ruhten.
" Der Siebenbäumer Teil gehet von der (westlichen) Pforte nach des Bauernvogts Haus, an der Predigerwohnung vorbei bis an die große Kirchhofspforte. Den Castorfern gehöret die Mauer von dieser Pforte bis gerade gegen Jürgen Wegners Auffahrt. Den Bodenern und Schürensöhlern ist die Mauer, soweit sie jetzt neu errichtet, und den Ahrensfeldern gehöret die Mauer von da bis an die Pforte, wo die Siebenbäumer anfangen" [23]
1865
Nach dem Kircheninventar von 1865 hat man am 1. April 1861 die Unterhaltung der (Friedhofs) Mauer wie folgt festgelegt:
"1. Kastorf bei der Kirchhofspforte beim Pastorat beginnend neben der Dorfstr. 7 Ruthen ( 32,82 m) bis zur alten Scheide,
2. Schürensöhlen 6 Ruthen (28,13m)
3. Boden 6 Ruthen (28,13m) bis zur letzten Linde,
4. Ahrensfelde 3 Ruthen (14,06m),
5. Siebenbäumen 1 Ruthe 5 Fuß (6,05m) bis zur Kirchhofspforte vor des Bauervogts Haus.
6. auf der anderen Seite der Kirchhofspforte übernimmt der Gutsbesitzer Stolterfoht aus Kastorf 2 Ruthen (9,28m)
7. Siebenbäumen die ganze übrige Strecke bis zur anderen Pforte, wo die Kastorfer Strecke anfängt."
(LAS 234,730) [24]
Der König auf der Durchreise...
Als am 15.08. 1817 der dänische König Friedrich VI. ins Herzigtum Lauenbug reist, wird er an der Siebenbäumer Landesgrenze in Empfang genommen - er muß also über Ahrensfelde angereist sein.[22]
Aus dem Melderegister Oldesloe 1879 bis 1883
- Johann Gottfried Steffen, geb. 09.12.1853 Ahrensfelde
- Carl Conrad Ludwig Battmer, geb. 16.03.1858 Ahrensfelde
- Doroth Cath. Alwine Wöbs, geb. 02.10.1867 Rethwischdorf , 1883 Dienstmädchen in Ahrensfelde
- Johann Hinrich Friedrich Koop, geb. 05.07.1858 Ahrensfelde
- Claus Hinrich Carl Steffen, geb. 12.01.1840 Ahrensfelde
Im I. Wk aus "Ahrensfeld" gefallen
- Karl Körting
- Ernst Rohlf
- Helmut Jungesblut
- Julius Bumann
Zwei Schweine aus Ahrensfelde..
Im Jahre 1925 entstand in „Siebenbäumen und Umgebung“ eine Schweinegilde, - ein Zusammenschluß von Handwerkern, Tagelöhnern, Deputatarbeitern und Gewerbetreibenden. Versichert wurden nur Schweine, wie der Name sagt... Erkrankt ein Schwein, so ist solches dem Schaumann sofort anzumelden. Dieser stellt, in Gegenwart von zwei „Hilfsschaumännern“ das Gewicht des Schweines fest. Hierauf wird der volle Wert nach dem Hamburger Marktpreis ausgezahlt, abzüglich 20%, die der Besitzer des krepierenden Tieres selber tragen muß.
Im Jahre 1927 sind 127 Schweine versichert. Der Abgang bis Juni beträgt 79 Stück, so daß am 1. Juli dieses Jahres nur noch 48 Stück bleiben. Während die Gilde 1932 zweiundzwanzig Mitglieder hatte, sind dies 1936 bereits 43. Auch nach der Zeit des Dritten Reiches besteht die Schweinegilde weiter. Im Jahre 1950, als Selbstversorgung noch zu den Prinzipien auf dem Lande gehört, zählt die Gilde 74 Mitglieder, davon 50 aus Siebenbäumen, 14 aus Wulmenau, zwei aus Ahrensfelde, zwei aus Kastorf und sechs aus Grinau...“Hiermit ist die Schweinegilde aufgelöst. Siebenbäumen, den 24.August 1982“ endet die Eintragung im Protokollbuch. [21]


