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Arbeitsgrundlage

Anfang und Ende

Ahrensfelde/Arnesvelde bei Ahrensburg ist 1195 erstmals urkundlich belegt, Ahrensfelde bei Berlin im Jahre 1375. Die Ortsnamenform spricht folglich nicht gegen ein höhere Alter unseres Dorfes.
Allerdings wird es nicht im Lübecker Zehntregister aus dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts erwähnt - im Gegensatz zu Wendesche Tralouwe, Westerouwe, Wuluenowe, Rikenhaghen und Schoneborn, welche teilweise wüst liegen.[6]
Entweder Ahrensfelde existierte noch nicht oder es war Teil Wulmenaus.
Über die zweifelhafte Erwähnung 1314 hier mehr.

vor 1479 ?

Wenn die Zuordnung Hermanns (von Darzow), ( Hermann's Bruder, Erbherr auf Crumesse und auf Ahrensfelde und Grinau durch seine Ehefrau Anna Carbow, 1460 Ratsherr. gest. am 2. Ostertage 1479) nicht auf einem Zirkelschluß beruht, wäre das der Beweis für die Existenz unseres Dorfes schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Nicht auszzuschließen ist allerdings, daß diese Annahme aufgrund der späteren Zugehörigkeit der Dörfer und Güter im 19. Jahrhundert so interpretiert wurde und daher als Beweis leider ausscheidet.[27]

Um 1555

heiratet der Lübecker Ratsherr Franz v. Stiten, Besitzer des angrenzenden Gutes Wulmenau (samt Dorf Ahrensfelde), die reiche Erbin Dorothea Lunthe, Tochter des Lübecker Bürgermeisters Gottschalk Lunthe. Damit kamen beide Güter - Wulmenau und Trenthorst in eine Hand. [13]

1587

Ehelicht die Tochter Magrareta den Hamburger Bürgermeistersohn Joachim Wetken, der damit später Erbherr auf Trenthorst, Wulmenau, Ahrensfelde und Grinau wurde. [13]

1594

Gottschalk v. Stiten, der Sohn des Trenthorster Gutsherrn Franz v. Stiten, willigt am 29. APril 1594 vor dem Rat der Stadt Lübeck u.a. ein, "...vor sich, seine Erben und Erbnehmer, Trenthorst, sampt Grinow, Wulffenouw und Ahrensfeldt ... an niemandt frembdes vorkauffen, vorsetzen oder vorpfanden..." [13]
 

Kommissionsbereicht von 1607

"ad perpetuam rei memoriam" des Lorenz Laelius, Dr., Domherr und Syndikus des Domkapitels zu Lübeck, mit dem Protokoll des Notars, enthaltend die Aussagen zahlreicher Zeugen in Grinau, Ahrensfelde und Trenthorst, auch eine kolorierte Zeichnung über die strittigen Gebiete, angefertigt von Michael Dachs, Maler in Lübeck (o. Q., Zeichnung als Beilage zu Bl.33) [Nachtrag Nr. 20]

Eingepfarrt nach Erdbuch Amt Steinhorst 1667

kurz nach 1670

Herrn Guido Weinberger verdanken wir den Hinweis, daß im Hufenverzeichnis der Landgüter der Hansestadt Lübeck (AHL Int. Landgüter, allgem. Sig. 19341) kurz nach 1670 Ahrensfelde mit fünf Katenstellen (keine Hufen!) angegeben wird. Die ist als Hinweis auf die strukturelle Abhängigkeit/Zugehörigkeit Ahrensfeldes (zu Wulmenau?) zu deuten.

Aufstellung aus den Siebenbäumer Kirchenrechnungen von 1723

Aahrenßfelde
Hüfner
Hinrich Meyer
Jochim Nuppenau (gestrichen)
Clauß Steffens
Hinrich Steffens
Mattheß Hilbrand (gestrichen)
Hinrich Hillers
Halbhüfner
Hinrich Stapelfeld
Jacob Daam (vorher Johann gestrichen)
Stoffer Hilers
Jacob Daam
Kätner (gestrichen)
Jacob Daam
Hinrich Daam Kätner

(Soll wohl heissen das man erst dachte Jacob Daam sei ein Kätner, wurde dann aber den Halbhufnern zugeordnet)  - die Daten wurde von Guido Weinberger zur Verfügung gestellt.

Gutsherrschaft

 
Zwischen der Trenthorster Gutsherrschaft und den Bauern der Dorfschaft Ahrensfelde kam es 1756 zu  Auseinandersetzungen über das Reglement des Dienstverhältnisses. Sie endeten mit einer Niederlage der Bauern.
Um 1830 schrieb der Trenthorster Gutssekretäre Dr. Böcker: " Die Bauern zu Trenthorst waren zwar ebenso wie die Ahrensfelder von jeher freie Leute; sie hatten indeß, auch ebenso wie diese, nichts Eigenes an ihren Stellen." [13] 


Amtsbezirke im Kreis Stormarn

Zum Amtsbezirk IV. Klein-Wesenberg gehörten ab 1889:
- Ahrensfelde
- Gr. Barnitz
- Kl. Barnitz
- Kl. Schenkenberg
- Kl. Wesenberg
- Trenthorst
- Westerau
- Wulmenau

Amtsvorsteher war 1889 der Gutspächter Gerhard Poel aus Wulmenau, sein Stellvertreter der Gemeindevorsteher Hermann Conring aus Ahrensfelde. 1948 wurden der Amtsbezirk aufgelöst .[11]

Vorläufiges Ergebniß der Volkszählung am 1. December 1900 im Kreise Stormarn. Vorläufiges Ergebniß der Volkszählung am 1. December 1905 im Kreise Stormarn.  
Ahrensfelde K./S. 15 bewohnte, 2 unbewohnte Wohnhäuser, 17 gewöhnliche Haushalte, 1 Gasthof/Gaststätte, 34 männliche und 37 weibliche Bewohner [29] Ahrensfelde K./S. 17 bewohnte, 1 unbewohnte Wohnhäuser, 18 gewöhnliche Haushaltungen, 3 Einzelpersonen, 39 männliche und 45 weibliche Bewohner [29]  
     

Das Ende der Eigenständigkeit ist datierbar!

Kreisblatt 1928 [11]